Münchner Hilfenetzwerk für Kinder und ihre psychisch erkrankten Eltern

Das Hilfenetzwerk für Kinder und ihre psychisch erkrankten Eltern(-teile) ist Teil der Münchner Hilfenetzwerke. Es handelt sich dabei um einen freiwilligen Zusammenschluss von Trägern, Einrichtungen und/oder eigenständigen Fachkräften aus dem Bereich der Kinder- und Jugendhilfe, (sozial-)psychiatrischen Versorgung und der städtischen Referate mit dem Ziel, die Versorgungssituation von Kindern mit mindestens einem psychisch erkrankten Elternteil zu verbessern und die Vernetzung der beiden Handlungsfelder Kinder- und Jugendhilfe sowie gesundheitlicher und psychosozialer Versorgung zielgerichtet voranzubringen. Von 2010 bis 2013 wurde hierzu ein Projekt durch das Referat für Gesundheit und Umwelt finanziert und durch das Deutsche Jugendinstitut umgesetzt. Im Rahmen dieses Projekts wurde eine Kooperationsvereinbarung entwickelt, welche die bereits bestehenden Kooperationsvereinbarungen zu den Hilfenetzwerken für Kinder und ihre suchtkranken Eltern ergänzt.

Unser Anliegen

Familien, in denen mindestens ein Elternteil psychisch erkrankt ist, haben vielfache Belastungen zu bewältigen. Dies kann die kindliche Entwicklung negativ beeinflussen und bei einem Teil der Familien zur Kindeswohlgefährdung führen. Alle Eltern, d.h. auch solche mit einer psychischen Erkrankung haben einen Rechtsanspruch auf Hilfen zur Erziehung. Um diesen Eltern und ihren Kindern wirkungsvoll helfen zu können, müssen Angebote gleichermaßen an den Bedürfnissen der Kinder, ihren Eltern und den Familien als Ganzes ausgerichtet werden.

München hat ein breites Spektrum an Jugendhilfeangeboten und an Angeboten und Einrichtungen für psychisch erkrankte Erwachsene im ambulanten, teilstationären und stationären Bereich. Diese bergen Potenzial zur Unterstützung auch von Familien mit psychisch erkrankten Eltern.

Um Familien mit psychisch erkrankten Eltern verlässliche Hilfen anbieten zu können und sicherzustellen, dass Kinder die notwendige Unterstützung erhalten, müssen die bestehenden Hilfesysteme untereinander vernetzt und verbindliche Verfahrensweisen vereinbart werden.

Dies gelingt auf Grundlage von Kooperationsverhältnissen, die durch verbindliche Selbstverpflichtungen aller Beteiligten und gemeinsame Kooperationsstandards geregelt sind.

Kooperationsvereinbarung

Die Kooperationsvereinbarung (Link) nimmt im Münchner Hilfenetzwerk für Kinder und ihre psychisch erkrankten Eltern eine zentrale Rolle ein. Sie wurde von engagierten Mitarbeiter/innen der relevanten Institutionen und städtischen Referaten im Rahmen einer Projektgruppe entwickelt.
Das Ziel der Kooperationsvereinbarung ist es, eine bessere Zusammenarbeit von Institutionen und Akteuren der Kinder- und Jugendhilfe und des gesundheitlichen bzw. psychosozialen Versorgungssystems zu erreichen, um durch abgestimmte Aktivitäten die Situation der Kinder und ihrer Eltern zu verbessern und so zur Prävention von psychischen Erkrankungen der Kinder beizutragen. Kinder psychisch erkrankter Eltern haben ein deutlich erhöhtes Risiko selbst unter psychischen Beeinträchtigungen zu leiden. Die Vereinbarung zeigt auf, wie eine Zusammenarbeit im konkreten Einzelfall gelingen kann. Zentrales Instrument dabei sind sog. Round Tables, bei denen unter freiwilliger Beteiligung der betroffenen Familie zwischen allen relevanten Akteuren Hilfen und weitere Vorgehensweisen abgestimmt werden.

Koordinationsstelle

Die Koordination der Münchner Hilfenetzwerke wird durch eine hierfür eingerichtete Stelle im Referat für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München wahrgenommen. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Website der Münchner Hilfenetzwerke.

Landeshauptstadt München
Referat für Gesundheit und Umwelt
Abteilung Angebote für sucht- und seelisch erkrankte Menschen
SG Koordination für Psychiatrie und Suchthilfe
Koordination Münchner Hilfenetzwerke

Paul-Heyse-Straße 20
80336 München

Telefon: (089) 233 – 47261
Telefax: (089) 233 – 47253
hilfenetzwerke.rgu@muenchen.de
Website: www.muenchen.de/hilfenetzwerke